21. Oktober 2017, 16:30 Uhr, Hotel Zofingen

Schnitz

Die Mutter, Rose Chagrin, geborene Chance, und ihr Mann Nathanael Kummer, bangen dem Besuch des Kommissionärs entgegen, dem Vollstrecker der Macht. Die Mieten steigen ins Unermessliche, Nathanael arbeitet rund um die Uhr, Rose Chagrin hausiert mit Vitaminkuren. Der alte Seraphin versucht irrlichternd den schwarzen Mann zur Rede zu stellen. Philanthropie die voluminöse, schnitzvertilgende
Ariensängerin, singt die Menschen im Quartier ins Entzücken, derweilen Yapaklu und Zibeline ihre Spielsachen beim Riesen aus dem Pommes-Frites-Automaten in Sicherheit bringen.

Marie-Jeanne Urech reisst ihr Publikum mit seltener Fabulierlust mit. In ihrem aktuellen Roman «Schnitz» beschreibt  sie zwar ein trauriges Familienschicksal, doch zerstäubt bei ihr die Kraft der Poesie jegliche Kalamität.  Mit «Schnitz» («Le valet de nuit»)  legt die Lausanner Filmemacherin und Autorin ihren dritten Roman vor.

Marie-Jeanne Urech
Yves Raeber